Buehnenbild_029.jpg DRK/C. Beier

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    Das "Haus am Sandberg" stellt sich vor

    Ihr Ansprechpartner

    Heimgeschäftsführung
    Ralf Krause

    r.krause(at)drk-nordrhein.de
    02066/ 9970 - 137

     

    Das DRK Multikulturelle Seniorenzentrum "Haus am Sandberg" feiert in diesem Jahr 2017 sein 20-jähriges Bestehen. Zwanzig ist ein wunderbares Alter. Erinnern Sie sich noch? Endlich ist man erwachsen und doch noch sooo jung!

    Für eine Einrichtung wie das Haus am Sandberg allerdings sind 20 Jahre schon eine reife Leistung. Denn anders als ein Mensch hatte das Heim keine Zeit, „Laufen“ zu lernen. Es musste von Anfang an optimal laufen, also funktionieren. Es war ja das neue Zuhause für Menschen – und zwar – das ist das Besondere: Ein Zuhause für Menschen verschiedener Kulturen.

    „Kultursensible Altenpflege“ heißt der Fachbegriff heute. Damals, 1997, war das ein völlig neues Konzept und in diesem Umfang in Deutschland einzigartig. Es gab also nichts, an dem man sich hätte orientieren können. Klar war nur, dass es um viel mehr ging, als nur darum, Schweinefleisch vom Speiseplan zu streichen.

    Um herauszufinden, was das Miteinander unterschiedlicher Einstellungen und Wertemuster für die Gestaltung der Räumlichkeiten, für die Pflege und Betreuung bedeutet, hatte der DRK-Landesverband Nordrhein drei Jahre vor Eröffnung der Einrichtung ein Projekt mit dem Rhein-Ruhr-Institut für Sozialforschung und Politikberatung an der Duisburger Universität gestartet.

    So waren wir optimal vorbereitet, als 1997 die ersten Bewohner einzogen. Den Namen „DRK Multikulturelles Seniorenzentrum“ haben die Bewohner übrigens selbst mitausgewählt.

    Was die Einrichtung vor allem kennzeichnet, ist der selbstverständliche Umgang miteinander. Es scheint, dass sich die Offenheit der Architektur in der Offenheit des Umgangs spiegelt.

    Die Hälfte der Mitarbeitenden und ein Viertel der Bewohner haben eine Zuwanderungsgeschichte. Auf ihre unterschiedlichen Bedürfnisse und Wertemuster wird Rücksicht genommen – ob in der Pflege, in der Freizeitgestaltung oder bei spirituellen Angeboten.

    Das alles gelingt, weil das Haus am Sandberg eng vernetzt ist mit den Akteuren des Gemeinwesens – von den türkischen Gemeinden über die christlichen Kirchen bis hin zu lokalen Vereinen oder der Bezirksvertretung.

    Es gelingt auch, weil immer wieder innovative Wege ausprobiert werden, Ehrenamtliche für die Mitarbeit zu begeistern - beispielsweise in einem Projekt zur hospizlichen Begleitung „Leben bis zuletzt“ oder als ehrenamtliche Begleiterinnen und Begleiter für Menschen mit Demenz.

    Gewürdigt wird diese Arbeit unter anderem durch das nach wie vor sehr große Interesse bei Medien und Wissenschaft. Und das nicht nur in Deutschland: Dokumentarfilme sind gedreht worden, Reportagen geschrieben. Mehrere Diplomarbeiten haben Sie hier begleitet. Immer kommen Dutzende Besuchergruppen aus dem In- und Ausland pro Jahr die Einrichtung.

    Für alle ist das Haus am Sandberg nicht nur ein Best Practice-Beispiel der kultursensiblen Pflege. Es ist auch ein Lehrbeispiel für gelungene Integration.

    Wir sind ein Ausbildungsbetrieb für Altenpflege, Hauswirtschaft und Verwaltung. Darüber hinaus bieten wir Plätze für das Freiwillige Soziale Jahr und den Bundesfreiwilligendienst an.